Laut einer Deloitte-KI-Studie 2024 sehen 41 Prozent der deutschen Führungskräfte einen gravierenden Fachkräftemangel als größtes Hindernis bei der KI-Integration – während gleichzeitig 91 Prozent eine spürbare Produktivitätssteigerung durch KI erwarten. Die Schere zwischen KI-Ambitionen und verfügbarem Personal trifft Unternehmen aller Branchen hart. Nur 27 Prozent der Führungskräfte fühlen sich laut Deloitte gut auf die Umsetzung vorbereitet. Die neue Bundesregierung reagiert mit einer Doppelstrategie: einer geplanten Work-and-stay-Agentur für internationale IT-Fachkräfte sowie dem Ausbau digitaler Aus- und Weiterbildung. Für Entscheider wird 2025 entscheidend sein, ob Recruiting, internes Upskilling und externe Partnerschaften koordiniert greifen.
KI-Fachkräftemangel im Handwerk: Recruiting, Upskilling und externe Partnerschaften 2025
Laut einer Deloitte-Studie aus dem Jahr 2024 erwarten 91 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte spürbare Produktivitätssteigerungen durch generative KI, doch 41 Prozent sehen sich gleichzeitig mit einem gravierenden Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert. Im Handwerk, das bereits vor der KI-Welle mit Nachwuchssorgen kämpft, verschärft sich diese Lücke besonders deutlich.
Die Ausgangslage: Hohe Erwartungen, knappe Ressourcen
Die Diskrepanz zwischen KI-Ambitionen und Umsetzungsfähigkeit ist im deutschen Mittelstand besonders ausgeprägt. Laut Deloitte fühlen sich nur 27 Prozent der befragten Führungskräfte gut auf die KI-Implementierung vorbereitet. Für Handwerksbetriebe, die in der Regel keine eigenen IT-Abteilungen unterhalten, ist diese Lücke noch schwerer zu schließen als für Großunternehmen. Fehlende digitale Kompetenzen bremsen den Einsatz von KI in Bereichen wie Auftragsplanung, Kundenmanagement und vorausschauender Wartung.
Die neue Bundesregierung hat das Strukturproblem erkannt: Der Koalitionsvertrag 2025 von CDU, CSU und SPD sieht eine Doppelstrategie vor, die internationale Fachkräftegewinnung mit dem Ausbau inländischer digitaler Kompetenzen verbindet. Kernstück ist eine neu zu schaffende digitale Agentur für Fachkräfteeinwanderung, die unter dem Namen Work-and-stay-Agentur firmieren soll. Dieser politische Rahmen schafft mittelfristig bessere Bedingungen, löst aber den akuten Bedarf in Handwerksbetrieben nicht kurzfristig.
Praktische Implikationen für Handwerksbetriebe
1. Gezielte Personalstrategie statt Gießkanne
Handwerksbetriebe, die KI einsetzen wollen, sollten zunächst definieren, welche konkreten Aufgaben automatisiert oder unterstützt werden sollen, bevor sie Stellen ausschreiben oder Weiterbildungen beauftragen. Eine offene IT-Stelle für einen “KI-Experten” ohne klares Anforderungsprofil führt häufig zu teuren Fehlbesetzungen. Stattdessen empfiehlt sich ein schrittweiser Ansatz: Zunächst werden vorhandene Mitarbeitende in spezifischen KI-Werkzeugen geschult, bevor externe Spezialisten für komplexere Projekte hinzugezogen werden. Weiterführende Einordnung zu KI-Fachkräftemangel und Recruiting-Strategien im Mittelstand finden Sie in unserer Berichterstattung.
2. Upskilling: Bestehende Belegschaft als Ressource
Da der externe Arbeitsmarkt für KI-Fachkräfte eng und teuer bleibt, bietet die Qualifizierung vorhandener Mitarbeitender oft den schnelleren Return on Investment. Kurzformate wie Microlearning-Module und praxisnahe Workshops lassen sich auch in Betrieben mit kleinen Teams integrieren, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Der Koalitionsvertrag 2025 sieht den gezielten Ausbau digitaler Kompetenzen als prioritäres Ziel, was mittelfristig zu mehr öffentlich geförderten Weiterbildungsangeboten führen dürfte. Betriebe sollten bestehende Förderprogramme konsequent prüfen. Einen Überblick zu Upskilling-Ansätzen im Mittelstand gibt unser Artikel zu KI-Fachkräftemangel, Personalentwicklung und externen Partnerschaften.
3. Externe Partnerschaften als Brücke
Für viele Handwerksbetriebe ist der Aufbau eigener KI-Kompetenz kurzfristig weder finanzierbar noch sinnvoll. Kooperationen mit spezialisierten Dienstleistern, regionalen Technologiezentren oder Hochschulen können hier den Einstieg erleichtern. Fraunhofer-Institute bieten etwa Pilotprojekte und Technologietransfer für kleine und mittlere Unternehmen an. Wie solche Kooperationen konkret strukturiert werden können, beleuchtet unser Bericht zu Fraunhofer-KI-Transfer und Pilotprojekten im Mittelstand. Zusätzlich können KI-Anwendungen im deutschen Handwerk für Kundenakquisition und Projektmanagement erste konkrete Einsatzfelder erschließen, ohne tiefe interne Expertise vorauszusetzen.
4. KI-Transformation im Handwerk erfordert Geduld und Strukturen
Der Einsatz von KI im Handwerk ist kein Selbstläufer. Laut Deloitte-Studie fühlt sich die Mehrheit der befragten deutschen Führungskräfte nicht ausreichend auf die Umsetzung vorbereitet, obwohl die Investitionsbereitschaft steigt. Für Handwerksbetriebe bedeutet das: Technische Lösungen allein reichen nicht. Es braucht klare Prozesse, Verantwortlichkeiten und eine schrittweise Einführung. Wer KI dauerhaft im Betrieb verankern will, sollte frühzeitig interne Strukturen schaffen, die spätere Skalierung ermöglichen. Ergänzende Perspektiven zur KI-Transformation im Handwerk bietet unser Artikel zu KI-Transformation im deutschen Handwerk: Anwendungen, Förderung und Best Practices.
Quellen
- Koalitionsvertrag 2025: Auf dem Weg zur KI-Nation – Wie Deutschland mit globalen Talenten und digitaler Bildung seine Zukunft sichern will
- Deutsche Unternehmen: KI-Euphorie trifft auf Fachkräftemangel (Deloitte-Studie 2024)
- Recruiting: News, Ratgeber & Tests | t3n
Häufige Fragen
Wie ausgeprägt ist der KI-Fachkräftemangel in deutschen Unternehmen aktuell?
Laut einer KI-Studie von Deloitte aus dem Jahr 2024 sehen sich 41 Prozent der befragten deutschen Führungskräfte mit einem gravierenden Mangel an qualifizierten KI-Fachkräften konfrontiert. Gleichzeitig fühlen sich nur 27 Prozent der Unternehmen gut auf die praktische Umsetzung von KI-Projekten vorbereitet. Das betrifft Betriebe aller Branchen, also auch das Handwerk.
Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um den IT- und KI-Fachkräftemangel zu bekämpfen?
Der Koalitionsvertrag 2025 von CDU, CSU und SPD setzt auf eine Doppelstrategie: Einerseits soll die Zuwanderung internationaler IT-Fachkräfte durch eine neu zu schaffende digitale Agentur, die sogenannte Work-and-stay-Agentur, vereinfacht und beschleunigt werden. Andererseits will die Bundesregierung inländische Aus- und Weiterbildung im digitalen Bereich gezielt ausbauen, um den Bedarf langfristig aus dem eigenen Fachkräftepotenzial zu decken.
Lohnt es sich für Handwerksbetriebe, auf Upskilling der bestehenden Belegschaft zu setzen, statt ausschließlich extern zu rekrutieren?
Die Deloitte-Studie 2024 zeigt, dass 91 Prozent der deutschen Führungskräfte eine spürbare Produktivitätssteigerung durch KI erwarten. Da externes Recruiting von KI-Spezialisten aufwendig und wettbewerbsintensiv ist, bietet gezieltes Upskilling vorhandener Mitarbeitender eine realistische Alternative. Die Bundesregierung unterstreicht dies im Koalitionsvertrag 2025 durch den geplanten Ausbau digitaler Weiterbildungsangebote als festen Bestandteil der nationalen KI-Strategie.
Welche Rolle spielen externe Partnerschaften für Handwerksbetriebe, die KI einsetzen wollen, aber keine eigenen Fachkräfte finden?
Da laut Deloitte-Studie 2024 nur 27 Prozent der deutschen Unternehmen angeben, gut auf KI-Umsetzung vorbereitet zu sein, sind externe Partnerschaften mit spezialisierten Dienstleistern, Technologieanbietern oder Forschungseinrichtungen für viele Betriebe ein pragmatischer Weg. Sie ermöglichen den Zugang zu KI-Kompetenz, ohne eigene Vollzeitstellen besetzen zu müssen, und können überbrückend eingesetzt werden, bis interne Kapazitäten aufgebaut sind.
Wie soll die geplante Work-and-stay-Agentur der Bundesregierung konkret funktionieren?
Laut Koalitionsvertrag 2025 soll die Work-and-stay-Agentur als digitale Behörde ausländischen IT-Fachkräften und wissenschaftlichem Personal den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ziel ist es, legale Zuwanderungsverfahren zu beschleunigen und bürokratische Hürden abzubauen, damit Deutschland für internationale Talente wettbewerbsfähig bleibt. Für Handwerksbetriebe kann dies mittelfristig den Zugang zu einem größeren Pool an digitalem Fachpersonal verbessern.
Dieser Artikel wurde von einem KI-System automatisiert erstellt. Kennzeichnung gemäß Art. 50 der EU-KI-Verordnung.




